Am 12. März 2026 schulten wir angehende Poliere in Frankfurt (Oder). Im Zentrum der NBAU-Bildungsnuggets stand die Frage: Wie sieht eine Baupraxis aus, die nicht nur stabil, sondern auch zukunftsfähig ist?
Der Tag startete mit einer Einordnung der Planetaren Grenzen. Angesichts schwindender Ressourcen wie Sand und Kies wurde deutlich, dass effizientes Bauen heute bedeutet, den ökologischen Fußabdruck und das CO2-Budget bereits ab dem ersten Spatenstich mitzudenken. Ein Schlüssel hierfür ist auch der bewusste Umgang mit Holz als Werkstoff und Wertstoff. Holz speichert CO2 langfristig und ist im modernen Ingenieurholzbau eine leistungsstarke, nachwachsende Alternative, die am Ende des Lebenszyklus nicht als Abfall endet, sondern als wertvoller Rohstoff im Kreislauf bleibt.
Doch auch bei klassischen Materialien tut sich viel: Innovative Ansätze für Beton, Stahlbeton und Mörtel – wie der Einsatz von Recycling-Gesteinskörnungen oder klinkerreduzierten Zementen, Basalt und Carbon als Bewehrung – zeigen, dass Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit Hand in Hand gehen.
Abschließend schärften die Teilnehmer ihren Blick für den gesamten Gebäude-Lebenszyklus. Von der materialeffizienten Planung über die sortenreine Trennung während der Bauphase bis hin zum rückbaufreundlichen Konstruieren: Ziel ist es, Gebäude als wertvolle Materiallager zu verstehen. Mit diesen Nuggets im Gepäck sind die angehenden Poliere bestens gerüstet, um die Bauwende in der Praxis aktiv voranzutreiben.


